Rolf Bachmann • Reismühlestrasse 11/88 • CH-8409 Winterthur
Telefon: ++41 (0)52 242 88 10 • chom@schamanentrommeln.ch
Aktualisiert: Sa, 7. Apr 2012

Der Trommelbauer

So kann man am einfachsten
nachspannen


Bei schönem Wetter im Sommer bin ich sehr oft im Garten, daher:
Besuche in meiner Werkstatt bitte anmelden. Danke.

Die Schamanentrommel hilft dir, dich mit der Erdmutter zu verbinden. Nimm die Trommel in die Hand und mittle dich ein zwischen Himmel und Erde.

Die Seele der Tiere spiegelt sich in den Zeichnungen der unbehandelten Felle. Die Haare sind Antennen zu den Sternen. Das Holz der Bäume ist aus einem Stück und wird im Dampfe gebogen. Das Eisen, durchs Feuer geschmiedet, wird aus der Erde gewonnen. Der mittlere Ring den deine Hand umfasst ist aus Reineisen , das heisst aus der ersten Schmelzung ( Ist heute nicht mehr erhältlich, ich nehme jetzt weichen Schwarzstahl ).

Es sind  somit alle Elemente geehrt und diese Trommeln können von niemandem  missbraucht werden. Sie bringen alles auf die Erde.


DER DONNERTROMMELBAUER (seit 1991)



HANDWERK
Bachmanntrommeln sind wie ein Markenzeichen. Bachmanntrommeln sind nummeriert und signiert. Ich biete keine Baukurse an. Handwerker geben ihr Geheimnis gerne weiter, nur in einer etwas besonderen Art. Laufe eine Woche lang durch den Wald ohne etwas mitzunehmen, das bringt dich zu dir, zu den Bäumen und den Tieren und mit diesen Kräften werden Trommeln gebaut.
Ich lebte früher unter sehr einfachen Verhältnissen und hatte in den 80ern zwei Jahre in den Wäldern geschlafen. Das gibt ein sehr gutes Gefühl für Unnötiges. Das ist auch die Kraft in meinen Schamanentrommeln.
Apropos Bemalung: wenn ein Adler oder ein Bär oder Büffel aufgemalt ist - meistens mit Siebdruch, d.h. es gibt mehrere solcher Trommeln - so ist das meiner Ansicht nach schön aber unnütz. Die meisten Trommelbauer nehmen Pergamentleder - früher wurde das vor dem Papier zum Schreiben verwendet - da ist die Unter- und Oberschicht weg, will heissen da kommt der Tiergeist nicht mehr in die Trommel. Mit Kursen geben ist das meistens so dass ein Teil der Energie des Bauleiters mit der Trommel geht bis er eines Jahres aufhören muss Kurse zu geben. Meine Trommeln haben das Fell noch drauf, zwar kurz geschoren, doch so dass die Individualität des Tieres noch sichtbar da ist. Jede Trommel von der Ersten bis zur Letzten haben so die Kraft der Tiere noch. Es geht nicht um Richtig oder Falsch, sondern was du wählst.



ENERGETISCHES
Bei mir kannst du von mehreren Trommeln deine dir Passende auslesen, sehr wichtig ist dass der Ton in dein Herz überspringt. Die Trommel hat auch die Freiheit dich zu wählen. Meine Schamanentrommeln sind meine Kinder, und gehen eigenständig mit dir, sobald du sie bezahlt hast. Und stell dir vor, sie hat schon über eintausendfünfhundert Brüder und Schwestern, das ist schon etwas im Universum. Auch einige Schamanen von Kamtschatka Sibirien, der Mongolei und Tuvinien arbeiten mit Bachmanntrommeln.

Rückblick

Aufgewachsen in einem kleinen Holzhäuschen mit einem kleinen Kachelofen auf einem der 5 Hügel nordöstlich des Rheinfalls in einer antroposophischen Familie ( Grossvater mutterseits verkehrte mit C.G.Jung und Grossmutter vaterseits mit Rudolf Steiner ) zwischen zwei Schwestern ohne Radio, TV, Kühlschrank und ohne Waschmaschine in einem Garten mit viel Obst und Beeren. Nachts, ganzjährig bei offenen Fenster im kleinen 4,5m2 grossen Zimmer bin ich mit dem Rauschen des Rheinfalls eingeschlafen, ab und zu mit dem Pusten der Dampfrangierlok im Tal unten. Morgens den fröhlichen Milchmann der aus der Tanse unser Kesselchen füllte, sommers die Sauermilch die dann mittags puddingartig in der Molke schwamm, manchmal mit beerenverschmierten Mund, das war meine Kindheit.

1964 - Abschluss als Hochbauzeichner
1966/67 - Künstlerische Tätigkeit -Rockband-Design-Astrologie-Fotografie-Grafik-Gedichte-Malerei-etc.
1968 - KGSZ Designklasse - Globusprovisorium
1969 - Atelier mod. Wohnen - Heirat - Geburt Eliane
1974 - Pantomime Zürich
1976 - Danse africaine Paris Zürich
1978 - Flamenco Tanz Zürich
1979 - Kandy-Dance Sri Lanka
1980 - Hopiprophezeiung Zürich brennt
1981 - Reisen zu den Hopi - Staaten - Mexico
1982 - Scheidung - Geburt Laura
ab 1983 - Schafwollsteppdeckenproduktion & Rundzeltbau
1983-87 - Rainbowgatherings
1985-86 - mit Schlafsack und GA durch die Wälder
1988 - Saf-Sap Senegal
1989 - Strassentheater - Geburt Luca
1990 - 8. Rainbow Waldviertel - Schamanismus
ab 1991 - Trommelbau - Rundzeltdorfwart
1993-98 - Deer-Tribe - Sonnentänze - Schwitzhütten
1993 - Dampfbadanhänger aufgebaut
1996 - Lebenspartnerin gefunden - Zeltdorf weitergegeben
1997 - 1. Bauwohnwagen renoviert und ausgebaut
1998 - 25. Rainbowgathering white mountains USA
1999 - totale Sonnenfinsternis 17.Rainbow Ungarn
2003 - 2. Bauwagen renoviert und ausgebaut
2008-09 - Elder in der Natur & Wildnisschule der Alpen
2010 - AHV-Rentner 1.KinderWildniscamp im Tösstal
2011 - 2.Wildniscamp Werkstattwagen mit Traktor verkauft
2012 - TUYA das Bordercolliemädchen bringt mein Hirn wieder auf Vordermann und in eine Alterskrise

Anekdoten

- Schnellster Kauf: Sie kam rein, sagte: diese, es hat aber auch noch andere, nein diese, bezahlte und ging.

- Längster Nichtkauf: nach 2,5 Stunden, sind mir alle zu schwer, ich möchte halt die von meiner Meisterin.

- Längste Anfahrt: Mit Motorrad von Hamburg, nahm Trommel und fuhr zurück.

- Am Telefon: Bitte die dritte von links. Okke, schicke sie dir.

- Diese Trommel, die nehm ich. Ist aber ein Ziegenbock. Jaja, kein Problem. Nach zwei Tagen, bitte nimm ihn zurück, die ganze Wohnung hat gestunken. Dann im Keller das ganze Treppenhaus. Ja, ZiegenBöcke können das halt.

-Weitest entfernte Trommel: am Schamanenkongress in Düsseldorf war ein russisches Ethnologen Päärchen, die vom Bärenschamanen in Kamchaka den Bärentanz vorführten. Ich fiel fast vornüber und fing an zu grunzen. Wow. Denen habe ich dann eine Steinbocktrommel für diesen Schamanen mitgegeben.

- Ein anderer hat sich in den Finger geschnitten beim aufziehen des Hirschfelles: "He, das tut weh, hab mir fast den Finger abgeschnitten!" Der Hirsch: " kannst wohl den Finger geben, ich habe mein Leben gegeben."

- Toll deine Trommeln, ich will noch eine. Frag mal die Trommel die du hast, was sie dazu meint? Die: "Was soll die andere mehr können als ich?"

- Ueber zwanzig schöne Trommeln als Auswahl. Hast du nichts anderes? He.. nein... moment... diese: "aber diäsch so wüescht, diä schmeissi." Uahuah.. genau meine. Nahm sie an ihr Herz und ist jetzt noch dort.

- Mal an einer Messe. Zwei russisch/mongolische Schamaninnen kauften eine Trommel. Zum Nachspannen legte ich den Damhirsch auf den Boden so wie ich das immer mache. Ruummps sassen beide in ihren schönen Kleidern auf dem Boden. Ringsum viele Füsse. Wir drei, sassen aber in der Tundra und die Zeit stand still. Ein leises Heimweh ist geblieben.

- Einer von Norddeutschland. Ich möchte eine Trommel mit vollem Klang, wenn nicht dann geb ich sie zurück. Ja klar, kein Problem. Nach einer Woche am Telefon: Ich kann nur an einer eizigen Stelle in der Wohnung trommeln ohne dass etwas mitvibriert und das ist blöderweise im Korridor.

- Ein anderer: eines Tages ist mein alter Kachelofen in sich zusammengebrochen als ich wieder mal trommelte.

- apropos Schnarren: Klimaveränderung, es ist halt einfach seit diesem Frühling feuchter geworden. Nachspannen und nochmals nachspannen bis sie gestimmt ist. Leiser und sanfter trommeln ist halt immer wieder angesagt.

- der Schnellste: He, das schnarrt an einer Stelle, das stört. Frag mal den Bauch. Ha, kein Problem.

-der Langsamste: Was ist das? Hier tönts so komisch. Der Kopf des Tieres ist im Norden, im Südosten schnarrt es tatsächlich.. Das liegt genau auf der Grenze zwischen Gelb und Rot, zwischen Feuer und Wasser, im Jahreskreis am 1.Mai (Waldburgisnacht und Maibaum ) Die Trommel ist ein Spiegel. Aha. Ein Jahr später: es tönt immer noch komisch. Also, denke ich, ist doch eigentlich ein sensitiver Mensch, stopfen wir ein dünnes Tuch. Nach einem weiteren Jahr: Das Schnarren ist immer gewandert, bis er dann alles Gestopfte rausnahm. Wie lange hast du gebraucht bis du dem Kind, das beim Kauf auf deine Trommel sprang, ich dir dann sagte: wenns kein Riss hat, alles okay, (Hirsche lieben Kinderenergie ), wie lange hast du ihr das noch vorgeworfen? Heute noch immer? Er kam nie mehr.

- die Neuesten: Es schnarrt. Wo? genau da. Ah, ja. Hast du die Trommel gefragt? Ja, sie sagt: irgendwie abrunden. Es ist abgerundet, die Trommel hat aber den längeren Atem als du, Ziegen haben einen harten Kopf. Ich auch, ich werde ihr das schon noch beibringen. Na, dann viel Spass.

- zum Dank dass Wolf Dieter Storl mir geholfen hat meinen Hund Joki zu verteidigen wollte ich ihm eine Donnertrommel schenken. ich brachte sie in sein Haus. Schenken kommt nicht in Frage, er zahle sie. Kommt nicht in Frage, ich will sie dir schenken. Nöö.........Pause.........ah, ich lehn sie dir aus. Okke. Später, letzthin traf Eva Wolf Dieter in Basel. Sie plauderten und Wolf sagte: die Donnertrommel redet. Ja, klar.

- Eine Kundin sagte mir mal, als sie in Nepal bei einer Schamanin war, dass diese sie fragte ob sie mal mit ihrer Trommel spielen dürfe. Wow, rundherum alles voller Tiere die herbeikamen, so lustig. Nepalschamanen haben so eine Art Götter, Geistwesen, muss ähnlich der indischen sein.

JOKI

eine Geistergeschichte

Uuahuuahh.. Schamanenkongress in Garmisch-Partenkirchen 2000 ..ijääh.. gebucht. Ha, du kriegst keinen Stand. Egal, ich gehe. Tatsächlich, nur wenige und Vortragende bekommen einen. Ich nahm 23 Trommeln mit und dachte sie auf dem PP anzubieten, irgendwie. Margrit hatte einen Stand und bot mir an, ein/zwei Trommeln bei ihr auszustellen. Einmal kamen 7 Frauen und fragten mich um Trommeln für ein tuvinisches Baumritual. Ich wusste, wenn jemand mit meinen Trommeln ein Ritual macht: schlupp, schon verliebt. Nur zwei kamen zurück, die anderen bezahlten. Eines Tages ging ich den Flusslauf hinauf, bei soviel Geplapper etwas grunden. Dann ging ich zurück und ein öffentliches Ritual im Park war am laufen. Draussen ist Jok immer dabei und Leine hab ich keine. Einige Leute sassen im Kreis und ich gesellte mich dazu, mal einen richtigen Schamanen bei der Arbeit zusehen, wow, Klasse. Jok machte sich hinter dem Schamanen am Boden zu schaffen, eine Frau kroch zu ihm hin. Bawaai schlug mit der Trommel und grunzte einen SingSang. Schon wollte ich Joki zurückpfeifen, da verdeckte die Trommel die Frau und den Hund. Die Frau stand auf gebückt und Margrit eilte mit Ihr weg. Joki schaute etwas verduzt. Dann stand Storl links und Hky rechts von mir. wir waren wie drei Eichen. Ein weibliches Wesen löste sich von einem Baum der neben uns war und die Frau blickte tief in unsere Augen, zuerst Storl, dann mir und Hky. Dann kam jemand ( die Frau des Veranstalters ) auf mich zu, oh - das gibt Lämpen. Storl sagte in dem Moment: das ist ein lieber, gutmütiger Hund. Später kam die Polizei und befragte mich, mein Hund hätte die Frau gebissen. Schamanen heilen sich selber meinte ich, ha, die fuhr direkt ins Spital. Storl und Hky kamen noch ins Rottel, Hky wollte noch räuchern, hab schon mit Salbei, meinte ich, man kann ja nochmals, oder? Dann standen sie auf und weg waren sie.

Später hörte ich: Rätsch sprang wild fuchtelnd mit einem Schwert umher und "wo ist der Hund? den muss man rituell köpfen!" Storl konnte ihn beruhigen. Noch später kam Holger Kalweit zu mir, packte mich am Hemd: das kostet dich 10`000 Mark. Alles in allem habe ich dann aber nur etwa 1000 Mark bezahlt.

Orgilmaa, so hiess die blutende mongolische Helferin (sie war als Dolmetscherin engagiert), hatte über eine Anwältin eine Schönheitsoperation gefordert. Diese schickte mir alle Unterlagen dazu. So, jetzt muss ich aber genau hinschauen. Der Arztbefund: kein Hundebiss, beim grossen Schneidezahn eine Ecke ab, Bluterguss an der Unterlippe, und eine Platzwunde an der Nase. Frank, mein Zahnarzt: ein Zahn kann keinen anderen Zahn verletzen. Ja also, es muss die Trommel gewesen sein. Eigenartigerweise sagten alle Frauen: der Hund wars, alle Männer: die Trommel. Ich habe mich dann später in St.Gallen, Margrit Niedermayer hat da was organisiert, bei Orgilmaa entschuldigt und ihr eine Toblerone geschenkt. Typisch Rolf, meinte Eva.

Orgilmaa wollte in den Westen auswandern, musste aber später die Einweihung zur Schamanin durch Bawaai machen. Zu dieser Einweihung habe ich eine Damhirschtrommel Margrit mitgegeben, die auch eine Einweihung erhalten sollte.

Bawaai hatte ein Blutopfer-Geistritual gemacht, da aber kein Lamm geschlachtet werden konnte, hatte Amelie und die Veranstalter die gloriose Idee einen Lammkeks zu opfern. Was Joki natürlich sehr schnell bemerkt hat, da er immer irgendwo unterwegs in einem Gebüsch in der Stadt ein weggeworfenes Sandwich gefunden hat. Ich habe ihm mal soviel Essen gegeben, um den Leuten klar zu machen: das ist so ein verfressener Hund, wie ich, höre ich Eva. Nach der 4. vollen Schüssel lief er weg. Ja, jetzt hat er sich endlich mal vollgetopft, 10 Minuten später als ich nachschaute war der Rest weg und was am Boden lag gehörte sowieso immer ihm, und so ein Keks - hm - lecker.

Ich bat Carlo um Hilfe, er hat das Problem in einem seiner Bücher angedeutet. Wolf-Dieter hat der Vereinigung der Veranstalter klargelegt, dass die Trommel das Blut verursachte, aber mit wenig Erfolg. Und dass Blutgeister Kekse nicht als Blut ansehen wurde auch nicht verstanden.

Ich muss noch anfügen: Kurze Zeit nach Garmisch hatte ich im Rücken einen verzierten Ritualdolch stecken. Ich sollte ihn auf den Boden legen, aber ich warf ihn voller Zorn zurück, das war einfach zuviel nach all dieser Schmach. Die Retourkutsche kam halt unentdeckt, wie sich das heute heraus stellte.

Letzten Monat ( April 2011) hat Adrian Osswald www.schamanentum.ch Probanden gesucht für seine neue Technik. Klar, machen wir. Die erste Heilung: meine tiefe Verbindung zur Natur als Kind, die ich verloren hatte, holte er wieder zurück. Die zweite: ein Art lebender, mongolischer Silberpfeil, der in meinem schmerzenden Schulter steckte ( erst seit 1 Jahr ), hat er zurück in den schwarzen Himmel gebracht und von da mein Stolz und meine Würde zurückgeholt. Adrian war damals auch in Garmisch und sagte, dass er von mir eine Trommel ausgeborgt hat für dieses tuvinische Baumritual. Er musste dann in der Anderswelt schauen, dass die tuvinische Ritualleiterin nicht von den Mongolen angegriffen wurde und hat ihm gesagt, er solle auf Bawaai aufpassen, da dieser sich sehr gut verstecken könne. Adrian meinte auch, dass da dunkle Energien hin und her geschoben wurden und halt irgendwo hängen bleiben musste. Die dritte Heilung bestand darin, mich in die grosse Kraft zu stellen, weil diese stärker als alle alten schamanischen Schadzauber und Rituale seien, um meinen Schmerz durch diese Kraft zu heilen.

Langsam fang ich an zu verstehen, warum allen Naturvölkern die Kraft genommen wird. Phönix-Feuervogel gleitet nieder.

New York 8.12.1980

Hoooho.. du Schlampe..mach uuf.. hoooo.. nachts, ich öffne das Fenster im 3. Stock. Ein Besoffener wirft Steine in ein Fenster im gegenüberliegende Haus. ..Ich weiiss dass do bisch...hoooho.. will weiterschlafen ...sauschmier..hoooo... da.. der Mann liegt am Boden, zwei Uniformierte traktieren in mit Fusstritten, immer wieder. Shit - ! - shit.. nächste Woche gehts nach New York.. shit..dann mach ich das Fenster zu. Shit. Mir ging einer der Samstage in der Stadt durch den Kopf: - leer - niemand - alle Schaufenster in der Innenstadt mit Bretter vernagelt, als ob sie sich schämen würden. Doch, zwei-drei Menschen, ich treff Maya, sie kommt mit, sie nimmt mich bei der Hand. Oh, welche Ehre. Da, siehst du die beiden da vorne? ja schon, und? Die folgen mir schon eine Weile. Paranoia-City. Wir gehen zur Tramstation, sie rein ins Tram, ich zurück in die Leere. Einen Tag nach meinem Wegflug war Volkszählungs Stichtag. YMCA im Manhattan, Nein - kein Platz - es gibt noch ein anderes YMCA. Ein Schweizer vermittelte mir doch noch ein Zimmer in dieser YMCA. Ich besuche Freunde von Marco. 1-Zimmerwohnung, die Wohnungsür geht nicht ganz auf, stösst an die Wand, 3 Leute in der Küche, ich im Gang. Von den Dreien sprechen immer zwei, dazu das Radio in der Küche. Einer sagt: hast du gehört was der im TV ( im Zimmer nebenan ) gesagt hat? Die spinnen, die Amis. Nehme Afro-Dance im Greenwich-village. Der Healthfoodstore hat leckere Sachen. Ein Laden nach dem anderen, schöne handgefertigte Sachen. Kaufe von einer alten Indianerin ein Halstuch, habs heute noch. Samstag Vormittag. Mein Kopf schwirrt. Werde noch wahnsinnig, all diese Hektik. Die spinnen, die Amis. Am Mittag war die Stimmung so energetisch wirr, wie unter Strom. Nichts wie weg. Ich fand mich im nächsten Greyhound wieder. Einfach westwärts. Bachmannville. Sie sollen Holländisch sprechen. War aber bayrisch. Was sprecht ihr? Daiitsch, aha, Dutch. Die spinnen, die Amis. Schöni Wiähnacht Grossmüeterli. Sie freute sich, so allein an der Mauer sitzend. In einem anderen YMCA. Haben Sie eine Tel.Nr. von Leuten in den USA, die Sie kennen? Warum? Wenn etwas passiert, um diese zu benachrichtigen. Mir passiert nichts. Die Nummer bitte. Shit, war zu spät irgendwo anders eine Unterkunft zu finden. Dieser Typ in der Dusche, dieser Blick. Phuu.. da bekomm ich Besuch in der Nacht. Die Sicherungskette hatte keinen Verschluss. Bett und Kommode zusammen versperrten exakt die Tür. Oben steckte ich die Rabenfeder in den Spalt. Ich legte mich in den Kleidern aufs Bett, in der Hand das geöffnete Messer. Ein dumpfes Geräusch im Nebenzimmer, ich fand mich sitzend, die Feder fiel, nach zwei Zentimeter stand die Tür an, er rumpste voll rein. Es war schon gegen morgen, ich äugte durch den Türspalt am Boden. Turnschuhe liefen hin und her. Nach einer Weile kamen Lackschuhe mit einem Wischer. Jetzt - abhauen. Das geöffnete Messer in der Tasche, mein Bündel um die Schulter, über die Ecke zum Lift. Nichts. Parterre drücken - Shit - Halt im zweiten Stock. Shit. Hi - ein blondes Girl, good morning. Phuu...Die Rezeptionistin hatte grosse Augen als sie mich gesund und unverletzt sah. Den Dollar für den Schlüssel! Sie gab ihn dann doch. Beim 10. Jahrestag der Ermordung John Lennon`s wurde mir klar, dass ich zwei Blocks weiter logierte und 6 Stunden früher weg fuhr. Und Glück, nicht im anderen, im kriminell bewohnten YMCA meine ersten Nächte in NYC verbracht zu haben. Wow.

San Francisco. 4 Uhr morgens. Greyhoundstation. Bin die ganze Nacht gefahren. Leichter Schneefall. Da - ein Coffe-shop. Zwei am Tresen, drei am Tisch. Ich setz mich. Die drei Schwarzen, ein älterer weisshaariger und zwei jüngere, einer von beiden hält dem Alten die Hand. Gut, Freunde zu treffen, meint der Blinde, ist selten heutzutags. Der einer der jüngeren drückte ihm fest die Hand, schüttelt sie, der andere greift ihm das Portemonaie aus der Jacke. Mir dreht sich der Magen. Draussen hinab ins China-town. Da - ein Laden - sieht aus wie eine Bäckerei. Eine Frau steht da, dünnes kurzärmliges knietiefes beiges Hemd. Die Haare zerzaust, nass, sie hält mir ein Zettel hin. Ich bin unschuldig, da stehts, ich habe Recht, sagt sie mit aufgelöster Miene. Kann zuwenig Englisch um zu verstehen was da drauf stand. Drinnen bestellte ich Cafe und Gipfeli, die chinesische Verkäuferin schaut mich verständnislos an, ein Cafe und ein Brötchen! Sie versteht immer noch nicht. Die spinnen, die Chinesen. Ich zeige mit Finger, dazu ein Schlürfgeräusch, Gebärdensprache scheint international zu sein. Endlich, ein Sitzplatz, ein Kaffe und ein Brötchen. Die Frau von draussen setzt sich gegenüber, ich hole nochmals Kaffee und Brötchen und stelle es ihr hin. Sie ignoriert das, ich bin unschuldig, hier stehts und hält mir wieder den Zettel hin. Sorry, kann kein Englisch. Jetzt zum Aussichtsturm, da hab ich meine Ruhe. Oben angelangt, shit, drei Leute in Lumpen am pennen. Bald war ich wieder im Greyhound diesmal nordwärts. Der Busfahrer, wo wolln sie hin? Boas, what? Boas, Bi,ou, ai, es, i. Ah, boeisi, yeah, rigth. Die spinnen, die Amis. Nach Boise gings in den Yellow Stone Park. In West Yellowstone sah ich mir in einem Laden Handschuhe an. Oh, die scheinen euch nicht zu mögen. Sie werde wieder in ihre Ranch gehen, so gross, dass man zwei Tage zu Pferd braucht um sie zu umreiten. Oh, wow, wonderful. Ich schloss die Tür mit dem Einschussloch hinter mir und stieg in den Bus. Im Hotel traf ich ein junges Paar. Sie haben sich ein Haus gekauft mit Garten. Ich gab ihnen ein paar Kastanien und Buchennüsse, sie wollen sie pflanzen. Die letzten zwei Wochen wäre der Park geschlossen gewesen, zu wenig Schnee für die rhmmm....rhmmmm.. schneetöffs und zu viel Schnee dass der Bus durchkommt. Nächste Woche werde der Park wieder zwei Wochen schliessen, weil dann die Bären aus den Höhlen kommen. Wow, echte Bären. Schnalle mir die gemieteten Schneeschuhe an und ab in den Wald. Nach einer Weile brach ich einen Dürrständer ab, schnürte das Messer an die Spitze und hatte ein gutes Gefühl mit der 3m Stange einen Bären auf Distanz halten zu können. Die Vorstellung so gross wie etwa die Schweiz alles wilde Natur, Wahnsinn und mitten drin. Ich trocknete die Tränen und stiess die Stange durch die 1-2m Schneedecke und legte Baumsamen rein. Vom Osten über den Westen in den Norden, Zeit nach Süden zu gehn. Im Bus von Phönix nach Nogales. Staubtrockenes, gelbes, steiniges Gebiet. Zwei Typen hängen an der Grenze rum. Nur nicht hinschauen. Ich habe schnell gelernt den Amis nicht in die Augen zu schaun. Langsam gehe ich auf die Grenze zu. Beim Zollhaus halte ich. Niemand. Ich warte 10 Minuten. Niemand. Dann schlendere ich weiter. Busstation. Die Fähre nach Baja California. In Loreto fand ich ein Zimmer. Keine weiteren Gäste. Im Hof grunzte ein Ferkel unter anderen Tieren. Kann ich was essen? Fisch? No fish. Dann geh ich halt in ein Restaurant. Fish? No. Am Hafen lagen die Fische tonnenweise herum. Die spinnen, die Mex. Weiter nach La Paz. Ah, super Sandwich. Vecchio mundo? Come? Vecchio mundo? Ah, suiza. Seine Tochter war nicht so hübsch wie die in Loreto, die mich heiraten wollte, aber hatte eine prickelnde Ausstrahlung. Ich habe die Barstühle frisch überzogen, einige Sachen repariert und wurde in ihr Haus eingeladen. Ohhh... weiter... sonst bist verheiratet... und verkaufst Sandwichs. Wohin? Amecameca, tönt lustig. Auf dem Markt kaufte ich viele Heilkräuter und Salben. Meine Mutter hat Jahre später gegen ihr Asthma die fünffache Menge die ich ihr angegeben habe eingenommen. Grüner Schleim hat sie gehustet und das Asthma war weg das sie Jahrzehnte plagte. Jetzt rauf zum Popocatepetl. Oben hats noch Schnee. Leute kämen von weit her um ein wenig Schnee mitzunehmen. Ich ging dann zu Fuss durch die Wälder runter. Die Nacht war kalt, ich machte ein Feuer von einem Blitzbaum mit bizarren Holzsplittern. Da - ein Haifisch. ich legte ihn zur Seite. Da - ein Stier, ich stemmte ihn weg. Ein Schnauben an meiner Nase machte mich halbwach und ich schaute ihm in die Augen. Am nächsten Morgen war ich mir nicht sicher ob ich das nur geträumt hatte. Der Fladen am Boden, hm, also war er doch tatsächlich da. Die Mexikaner hassen die Amis, sobald ich Schwiizerdütsch sprach, waren sie wie "en umgkehrte Händsche". In einem Zirkus die Brummis fahren, einem Anwalt sein neues Haus zeichnen, dreimal verheirat sein, den Kopf des Ferkels im Kochtopf, extra für mich, was für Möglichkeiten gegenüber den Amis. Aber...die Schweiz ruft...ist schon bald Sommer...Bingo.